BLOG 8/2021 – Woodstock Academy

Woodstock Academy

Woodstock Academy

Vom 22. bis 25. August verbrachte ich eine halbe Woche in Tirol bei der ersten Auflage der Woodstock Academy. 3 1/2 Tage Fortbildung mit begeisterten und begeisternden Musiker:innen von nah und fern und Dozenten, die mit Leidenschaft ihr Wissen weitergeben. Die Tage waren vollgepackt mit unvergesslichen musikalischen und menschlichen Impulsen, die mir wieder ein ganz neues Level an Motivation und Spielfreude verliehen haben.

Einzelunterricht bei renommierten Trompetern, Workshops zu Atmung, Warm-Up und Auswendig-Musizieren sowie das gemeinsame Spiel mit anderen Musikbegeisterten ergaben eine fulminante Mischung an Musikalität und eine unvergleichliche Fortbildung!

Hier ein Auszug aus meinem Academy-Stundenplan:

Konzert: Woodstock der Blasmusik-Musikanten
Workshop: Warm-Up bei Peter Dorfmayr
Workshop: Fit in den Nachmittag mit Johann Schiestl
Einzelunterricht: Trompete bei Roman Rindberger
Workshop: Improvisieren bei Lorenz Raab
Musikantenstammtisch
Coaching: Moderationscoaching bei Dominik Glöbl
Einzelunterricht: Flügelhorn bei Hannes Hartl
Schnupperkurs: Alphorn bei Berthold Schick
Workshop: Auswendig Musizieren bei Albert Wieder
Musikkabarett: Kein Aufwand mit Andreas Hofmeir
Coaching: Volksmusiktheorie bei Johannes Hötzinger
Formation: Dirty Dozen bei Andreas Prantzl
Einzelunterricht: Flügelhorn bei Peter Fliecher
Formation: Woodstock Musikanten bei Alex Wurz
Konzert: Faltenradio

BLOG 4/2021 – Film »Sag jetzt nichts«

Bereits im Frühjahr 2019 habe ich für den Musikverein St. Andreas Eching die Interviewreihe »Sag jetzt nichts« initiiert und umgesetzt. Aufgrund der sehr positiven Resonanz sind nun aus dieser Bilderreihe, in der die drei Dirigent:innen des MV Eching ohne Worte Fragen beantworten, drei Kurzfilme entstanden. Auch hier durfte ich wieder in die Initiative gehen und das Projekt planen und umsetzen. So konnte ich zudem meine Fähigkeiten im Umgang mit der Videosoftware iMovie verbessern. Besonders gefreut hat mich, dass im Film »MV Eching präsentiert: „Sag jetzt nichts“ mit Benedikt Migge« wieder jene Bilder zum Einsatz kommen, die zwar ursprünglich für die Interviewreihe entstanden sind, aber nun auch als Header dieser Website dienen.

»Sag jetzt nichts« mit Benedikt Migge

BLOG 1/2021 – Intonationsarbeit im Blasorchester

Kursus »Intonationsarbeit im Blasorchester« bei Manuel Epli abgeschlossen

Anfang Januar habe ich den Kurs »Intonationsarbeit im Blasorchester« in der Onlineakademie von Manuel Epli erfolgreich abgeschlossen und dabei viele neue interessante Erkenntnisse gewonnen. Kursinhalte waren u.a. Basiswissen für die Intonationsarbeit, Einflussfaktoren auf die Intonation, wichtige Zusammenhänge und Standardsituationen der Intonationsarbeit.

BLOG 12/2020 – Online-Kaleidoskop

Es war mir eine Freude, als Alumnus der Musikschule Eching beim Online-„Kaleidoskop“ für die Ton- und Videoaufnahmen von Samuel Schmidts Canzona Bergamsca als Trompeter einzuspringen. Sie hören das Stück im folgenden Video zwischen 0 min 00 sek. bis 5 min 08 sek.

Canzona Bergamasca (Samuel Scheidt) – 0.00 – 5.08 min

BLOG 12/2020 – Patroziniumsmesse

Das Echinger Forum berichtete am 30.12.2020 über den Jahresgottesdienst des Musikverein St. Andreas Eching sowie über die Patroziniumsmesse. Bei der Patrziniumsmesse durfte ich das Dirigat über das Bläser-Dezett des MVEching übernehmen.


Musikverein St. Andreas Eching


Musikverein/ Ende November konnten die Echinger den Musikverein St. Andreas Eching in der Katholischen Kirche gleich zweimal bei der musikalischen Begleitung von Gottesdiensten erleben. Dies war am Samstagabend der Jahresgottesdienst des Musikvereines und am Montag das festliche Patrozinium von St. Andreas. Weil die Musiker gemäß der Infektionsschutzregeln den Abstand einhalten müssen, wurden beide Gottesdienste von nur je 10 Musikern statt der in den Vorjahren üblichen 30 untermalt.

Traditionell gedenkt der Musikverein immer am Vorabend zum 1. Advent im Jahresgottesdienst seiner verstorbenen Mitglieder und Förderer. In Ergänzung zu Liedern aus dem Gotteslob wie z. B. das vorweihnachtliche „Macht hoch die Tür“ führte Dirigent Rick Peperkamp am 28. November die Musiker durch ausgesuchte Instrumentalstücke. Aus der Zeit des Barock wurde das Stück „Fortune“ von William Byrd ausgewählt. Ebenfalls von einem englischen Komponisten, aber aus der Spätrenaissance, wurde ein Stück aus der Galliard-Sammlung von Anthony Holborne vorgetragen. Abgerundet wurde der Gottesdienst mit Musik aus der Zeit der Renaissance, der Ganzone in G-Moll, einem Werk des venezianischen Komponisten und Organisten Andrea Gabrieli. Die Fürbitten wurden durch das Vereinsmitglied Thomas Kratzl vorgetragen. Pater Marek Maliszewski, der die Messe zelebrierte, bedanke sich für die feierliche, musikalische Gestaltung.

Zwei Tage später, am 30. November, wurde das Patrozinium feierlich begangen. Der Heilige Andreas ist der Patron der alten und neuen Katholischen Kirche in Eching, aber auch der Patron des Musikvereines. Die Kirchweih von St. Andreas fand vor 50 Jahren statt. Vor 45 Jahren wurde der Musikverein, damals noch Jugendmusik genannt, an dieser Stätte gegründet und gab damals im Hof der Pfarrkirche seinen allerersten Auftritt.

Gerne ist der Musikverein daher der Bitte von Pfarrer Guggenbiller nachgekommen, den Gottesdienst für das Patrozinium musikalisch zu gestalten. Dirigent Benedikt Migge musste Corona-bedingt ebenfalls mit der kleineren Besetzung der Musiker auskommen. Zur Gabenbereitung wurde „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke vorgetragen. In der Bearbeitung für Blasorchester kommt der majestätische Charakter des Stückes voll zur Geltung. Ein Werk, das für festliche Anlässe bestens geeignet ist. Die derzeit vakante Stelle an der Orgel wurde von Herrn Jochen Bösch ausgesprochen kompetent ausgefüllt und er ergänzte das Bläserspiel um festliche Orgelklänge. Zur Kommunion wurde dann „Eventide Fall“ von Alfred Bösendorfer vorgetragen. „Eventide Fall“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „das Eintreten der Dämmerung“. Das Lied drückt die Bitte zu Gott aus, er möge die Menschen in der nahenden Dämmerung beschützen und sie in der Dunkelheit nicht alleine lassen. Die Gläubigen bitten um Beistand in schwierigen Zeiten. Diese Bitte spiegelte sich auch in der Predigt wider, zelebriert von Johann Löb.

Für die feierliche und so stimmige musikalische Umrahmung des Patroziniums bedanke sich Pfarrer Löb ausführlich bei den Musikern. Großen Beifall gab es am Ende auch von den Kirchenbesuchern.


Dieser Artikel ist in der Dezemberausgabe des Echinger Forums erschienen. Lesen Sie den Artikel auch auf echinger-forum.de

BLOG 10/2020 – Serenade MVEching

SERENADE DES MV ECHING

Das Echinger Forum berichtete in seiner Oktober-Ausgabe über die Serenade des Musikvereins St. Andreas Eching.


Serenade Musikverein
„Wir freuen uns, dass Sie hier sind und dass Sie gesund sind“, lautete die herzliche Begrüßung der Vereinsvorsitzenden Maria Migge. Mit einem vielfältigen Feuerwerk musikalischer Stilrichtungen von Barock über Klassik bis hin in die Moderne konnte erneut die konzertante Vielfältigkeit des symphonischen Blasorchesters des Musikvereines St. Andreas demonstriert werden. Der Fokus der Stücke lag auf traditionellen Werken von Beethovens „Marsch des Yorkschen Korps“ bis zu Shostakovitcs weltberühmtem „Second Waltz“. Ergänzt wurde das Programm mit beliebten Marsch- und Polka-Klängen. Einen wiederentdeckten Schatz aus dem 19. Jahrhundert, wie Dirigent Peperkamp erklärte, gab Benedikt Migge mit dem anspruchsvollen norwegischen Trompetensolo „Commodore Polka“ zum Besten.

Selbst Dirgent Rick Peperkamp präsentierte am Klavier eine Meditation des französischen Komponisten Ernest Gillet. Das Publikum war aufgefordert, die Augen zu schließen und in die Meditation die aktuellen, durch Corona bedingten, großen Nöte der Kulturschaffenden, der unverschuldeten Arbeitslosen aber auch die Leiden der Corona-Kranken einerseits und die kraftraubende Arbeit von Pflegepersonal und Ärzten einzuschließen. Ein halbes Jahr hatte die Corona-bedingte Zwangspause angedauert. Die Vereinsführung musste in dieser Zeit unzählige Hürden überwinden, beginnend mit der grundsätzlichen Genehmigung, in Kleingruppen geordnet proben zu dürfen, bis hin zur Probe als Gesamtorchester.

Die Serenade wurde jedoch nur von einer Teilbesetzung von 30 Musikern statt der aus Frühjahrs- und Herbstkonzerten bekannten Vollbesetzung von 45 Musikern aufgeführt. Der Mindestabstand innerhalb der Orchestermitglieder ist mit 2 Meter gesetzlich vorgeschrieben. Dies führte zu einem „Raumbedarf“ von einem Viertel des Kirchenraumes, was wiederum für den wichtigen Blickkontakt vom Dirigenten zu den Musikern und weiterhin für die „Halligkeit“ im Kirchenraum extreme Anforderungen darstellte.

Wegen eines nachfolgenden Gottesdienstes musste dann auch noch kurzfristig das geplante Programm gekürzt werden, denn jeder einzelne Platz der Zuhörer wie auch der Musiker musste vorschriftsmäßig desinfiziert werden. Der Musikverein meisterte all diese Hürden mit Bravour und setzte ein musikalisches Ausrufezeichen in Eching.

All diese Mühen waren es wert, denn am Schluss des offiziellen Programmes wurden Musiker und Vereinsführung sowie die Programmauswahl mit „Standing Ovations“ gleichermaßen reichlich belohnt. Der Musikverein bedankt sich ganz besonders für die großzügigen, freiwilligen Spenden und freut sich nach der gelungenen Rückkehr in das Echinger Kulturleben als nächstes auf das Herbstkonzert am 21. November im Bürgerhaus.

Der Originalartikel ist unter diesem Link abrufbar.

BLOG 4/2020 – Sag jetzt nichts

Für den Instagram-Kanal des MVEching entstand im April 2020 diese Fotoreihe im Format „Sag jetzt nichts“, bei dem Fragen beantwortet werden ohne Wörter zu nutzen.

BLOG 5/2019 – Süddeutsche Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung berichtete über die Dirigentenchallenge. Lesen Sie hier den Artikel von Alexandra Vettori, der am 10. Mai 2019 digital und in Print erschienen ist.


Foto Duell

Innovative Musikpädagogik

Einen ungewöhnlichen Weg, seine Musiker zum Üben zu motivieren, hat der Dirigent des Jugendblasorchesters im Musikverein St. Andreas gewählt. Benedikt Migge hat seine Musiker zu einer Challenge gefordert, einem Wettkampf, und zwar auf Instagram. Von der ersten Probe bis zum Frühjahrskonzert am 27. April im Bürgerhaus, 99 Tage lang, so seine Herausforderung, werde er selbst bei jeder Probe, jedem Auftritt, jeder Übungsstunde daheim ein Bild davon posten. Ebenso sollten es die Musiker tun, und wer am Ende mehr Bilder habe, Dirigent oder Orchester, sei der Sieger.

Die meisten der rund 30 Musiker im Alter zwischen elf und 28 Jahren schlugen ein. Alle, so Migge, konnten nicht mitmachen, „es sind ja auch sehr junge Jugendliche dabei, die noch nicht auf sozialen Netzwerken sind“. Challenges, sagt er, gebe es auf sozialen Plattformen ja viele. Unter Musikern sehr beliebt sei zum Beispiel die Challenge 100-days-of-practice, die zum Ziel habe, 100 Tage lang sein Instrument zu üben. Und dieses Format habe er für seine Dirigenten-Challenge eben abgeändert. Für die jungen Musiker war es eine Riesen-Gaudi, und sie haben geübt wie noch nie. Am Ende trug das Orchester dann auch den Sieg davon, allerdings nicht so deutlich, wie gedacht: Die Challenge endete mit 263 Orchester-Bildern zu 104 Dirigenten-Bildern.

Was Benedikt Migge besonders gefreut hat, das positive Feedback der Aktion ging über das Jugendblasorchester hinaus. Der 25-Jährige schreibt derzeit seine Masterarbeit in Musik und Kulturmanagement an der Münchner Musikhochschule. Auch dort hätten Kommilitonen immer wieder auf Instagram nach der Echinger Challenge geschaut. Und eine Pianistin der Bayerischen Philharmonie, wo Migge als Projektleiter neben den Studium arbeitet, habe sich nach eigenen Angaben dadurch selbst zum Üben motiviert gesehen. „Das ist natürlich schon toll, wenn sich sogar eine Profimusikerin davon angespornt fühlt“, sagt er mit einem Lächeln. Seit Herbst 2014 dirigiert Benedikt Migge das Echinger Jugendblasorchester, für Jugendliche, betont er, „steht der Spaß im Vordergrund, da geht es nicht um Perfektion“. Wenn aber, wie im vorliegenden Fall, „der Spaß dazu führt, dass möglichst viel erreicht wird“, sei das natürlich besonders schön.

Benedikt Migge selbst spielt seit 18 Jahren Trompete, vor kurzem hat er mit dem Cello-Spiel begonnen, dazu singt er seit mehr als 20 Jahren in diversen Chören. Neben seiner Tätigkeit als Jugendblasorchesterdirigent spielt er auch in einer Oktoberfestkapelle mit. Im Moment bereiten sich die Echinger Jungmusiker schon auf das nächste Großereignis vor: Ende Mai geht es für vier Tage zum Deutschen Musikfest nach Osnabrück. Migge freut sich schon, denn dort treffen sich Hunderte von Blaskapellen und verwandelten die ganze Stadt in eine große Bühne. Wer sich die Bilder der Dirigenten-Challenge ansehen möchte, muss bei Instagram nach mveching suchen.

Benedikt Josef Migge
Dirigent Benedikt Migge hat sich mit seinem Jugendblasorchester einen Bilder-Wettkampf geliefert.

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