BLOG 12/2020 – Patroziniumsmesse

Das Echinger Forum berichtete am 30.12.2020 über den Jahresgottesdienst des Musikverein St. Andreas Eching sowie über die Patroziniumsmesse. Bei der Patrziniumsmesse durfte ich das Dirigat über das Bläser-Dezett des MVEching übernehmen.


Musikverein St. Andreas Eching


Musikverein/ Ende November konnten die Echinger den Musikverein St. Andreas Eching in der Katholischen Kirche gleich zweimal bei der musikalischen Begleitung von Gottesdiensten erleben. Dies war am Samstagabend der Jahresgottesdienst des Musikvereines und am Montag das festliche Patrozinium von St. Andreas. Weil die Musiker gemäß der Infektionsschutzregeln den Abstand einhalten müssen, wurden beide Gottesdienste von nur je 10 Musikern statt der in den Vorjahren üblichen 30 untermalt.

Traditionell gedenkt der Musikverein immer am Vorabend zum 1. Advent im Jahresgottesdienst seiner verstorbenen Mitglieder und Förderer. In Ergänzung zu Liedern aus dem Gotteslob wie z. B. das vorweihnachtliche „Macht hoch die Tür“ führte Dirigent Rick Peperkamp am 28. November die Musiker durch ausgesuchte Instrumentalstücke. Aus der Zeit des Barock wurde das Stück „Fortune“ von William Byrd ausgewählt. Ebenfalls von einem englischen Komponisten, aber aus der Spätrenaissance, wurde ein Stück aus der Galliard-Sammlung von Anthony Holborne vorgetragen. Abgerundet wurde der Gottesdienst mit Musik aus der Zeit der Renaissance, der Ganzone in G-Moll, einem Werk des venezianischen Komponisten und Organisten Andrea Gabrieli. Die Fürbitten wurden durch das Vereinsmitglied Thomas Kratzl vorgetragen. Pater Marek Maliszewski, der die Messe zelebrierte, bedanke sich für die feierliche, musikalische Gestaltung.

Zwei Tage später, am 30. November, wurde das Patrozinium feierlich begangen. Der Heilige Andreas ist der Patron der alten und neuen Katholischen Kirche in Eching, aber auch der Patron des Musikvereines. Die Kirchweih von St. Andreas fand vor 50 Jahren statt. Vor 45 Jahren wurde der Musikverein, damals noch Jugendmusik genannt, an dieser Stätte gegründet und gab damals im Hof der Pfarrkirche seinen allerersten Auftritt.

Gerne ist der Musikverein daher der Bitte von Pfarrer Guggenbiller nachgekommen, den Gottesdienst für das Patrozinium musikalisch zu gestalten. Dirigent Benedikt Migge musste Corona-bedingt ebenfalls mit der kleineren Besetzung der Musiker auskommen. Zur Gabenbereitung wurde „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke vorgetragen. In der Bearbeitung für Blasorchester kommt der majestätische Charakter des Stückes voll zur Geltung. Ein Werk, das für festliche Anlässe bestens geeignet ist. Die derzeit vakante Stelle an der Orgel wurde von Herrn Jochen Bösch ausgesprochen kompetent ausgefüllt und er ergänzte das Bläserspiel um festliche Orgelklänge. Zur Kommunion wurde dann „Eventide Fall“ von Alfred Bösendorfer vorgetragen. „Eventide Fall“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „das Eintreten der Dämmerung“. Das Lied drückt die Bitte zu Gott aus, er möge die Menschen in der nahenden Dämmerung beschützen und sie in der Dunkelheit nicht alleine lassen. Die Gläubigen bitten um Beistand in schwierigen Zeiten. Diese Bitte spiegelte sich auch in der Predigt wider, zelebriert von Johann Löb.

Für die feierliche und so stimmige musikalische Umrahmung des Patroziniums bedanke sich Pfarrer Löb ausführlich bei den Musikern. Großen Beifall gab es am Ende auch von den Kirchenbesuchern.


Dieser Artikel ist in der Dezemberausgabe des Echinger Forums erschienen. Lesen Sie den Artikel auch auf echinger-forum.de

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