BLOG 10/2020 – Serenade MVEching

SERENADE DES MV ECHING

Das Echinger Forum berichtete in seiner Oktober-Ausgabe über die Serenade des Musikvereins St. Andreas Eching.


Serenade Musikverein
„Wir freuen uns, dass Sie hier sind und dass Sie gesund sind“, lautete die herzliche Begrüßung der Vereinsvorsitzenden Maria Migge. Mit einem vielfältigen Feuerwerk musikalischer Stilrichtungen von Barock über Klassik bis hin in die Moderne konnte erneut die konzertante Vielfältigkeit des symphonischen Blasorchesters des Musikvereines St. Andreas demonstriert werden. Der Fokus der Stücke lag auf traditionellen Werken von Beethovens „Marsch des Yorkschen Korps“ bis zu Shostakovitcs weltberühmtem „Second Waltz“. Ergänzt wurde das Programm mit beliebten Marsch- und Polka-Klängen. Einen wiederentdeckten Schatz aus dem 19. Jahrhundert, wie Dirigent Peperkamp erklärte, gab Benedikt Migge mit dem anspruchsvollen norwegischen Trompetensolo „Commodore Polka“ zum Besten.

Selbst Dirgent Rick Peperkamp präsentierte am Klavier eine Meditation des französischen Komponisten Ernest Gillet. Das Publikum war aufgefordert, die Augen zu schließen und in die Meditation die aktuellen, durch Corona bedingten, großen Nöte der Kulturschaffenden, der unverschuldeten Arbeitslosen aber auch die Leiden der Corona-Kranken einerseits und die kraftraubende Arbeit von Pflegepersonal und Ärzten einzuschließen. Ein halbes Jahr hatte die Corona-bedingte Zwangspause angedauert. Die Vereinsführung musste in dieser Zeit unzählige Hürden überwinden, beginnend mit der grundsätzlichen Genehmigung, in Kleingruppen geordnet proben zu dürfen, bis hin zur Probe als Gesamtorchester.

Die Serenade wurde jedoch nur von einer Teilbesetzung von 30 Musikern statt der aus Frühjahrs- und Herbstkonzerten bekannten Vollbesetzung von 45 Musikern aufgeführt. Der Mindestabstand innerhalb der Orchestermitglieder ist mit 2 Meter gesetzlich vorgeschrieben. Dies führte zu einem „Raumbedarf“ von einem Viertel des Kirchenraumes, was wiederum für den wichtigen Blickkontakt vom Dirigenten zu den Musikern und weiterhin für die „Halligkeit“ im Kirchenraum extreme Anforderungen darstellte.

Wegen eines nachfolgenden Gottesdienstes musste dann auch noch kurzfristig das geplante Programm gekürzt werden, denn jeder einzelne Platz der Zuhörer wie auch der Musiker musste vorschriftsmäßig desinfiziert werden. Der Musikverein meisterte all diese Hürden mit Bravour und setzte ein musikalisches Ausrufezeichen in Eching.

All diese Mühen waren es wert, denn am Schluss des offiziellen Programmes wurden Musiker und Vereinsführung sowie die Programmauswahl mit „Standing Ovations“ gleichermaßen reichlich belohnt. Der Musikverein bedankt sich ganz besonders für die großzügigen, freiwilligen Spenden und freut sich nach der gelungenen Rückkehr in das Echinger Kulturleben als nächstes auf das Herbstkonzert am 21. November im Bürgerhaus.

Der Originalartikel ist unter diesem Link abrufbar.

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